Februar 2018
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Was ist Kies?

Kies kommt in der Natur als Bestandteil von Schotter vor. Schotter besteht aus Kieselsteinen in Form von gerundetem Geröll, Sand und weiteren Feinteilen. Die Kieselsteine bilden das «Gerüst» des Schotters, die Hohlräume sind ganz oder teilweise mit Sand und Feinanteilen gefüllt.

Man könnte bezüglich unserer hiesigen Kiesvorkommen sagen: Kies ist der Verwitterungsschutt der Alpen. Tagsüber werden die Felswände von der Sonne erwärmt, in der Nacht gefriert das in Spalten und Ritzen eingedrungene Wasser und das Gestein wird gesprengt. Dadurch entstehen Schutthalden, welche am Fuss von Felswänden überall anzutreffen sind.

Dieser Schutt ist während zehntausenden von Jahren durch Wasser und Eis bearbeitet worden:

  • Gletscher-Schmelzwässer und Flüsse transportierten das Material ins Alpenvorland.
  • Dort wurde es teilweise in Form von gewaltigen Moränenwällen abgelagert.
  • Die Schmelzwässer lagerten dieses Moränenmaterial um und transportierten die Fracht kilometerweit. Dabei wurden die Gesteinsbruchstücke ihrer Härte entsprechend zerkleinert, gerundet und sortiert.
  • Mit zunehmender Entfernung zum Entstehungsort nahm die Kraft der Transportmittel ab.
  • So kam es schliesslich zur Ablagerung des Schotters.

Sand und verschiedene Kiesarten werden nach Grösse der gerundeten Gesteinskörner unterschieden:

  • von 0 mm – 4 mm: Sand
  • ab 4 mm: Feinkies
  • ab 32 mm: Geröll oder Bollen
  • ab 60 mm: Bollen

Je nachdem, wie gletschernah eine Schotterablagerung gebildet worden ist, sind die Kieselsteine besser oder schlechter gerundet und der Schotter verfügt über mehr oder weniger grosse Mengen an Feinanteilen.

schotter

Schotter mit Kieselsteinen, Sand und Feinanteilen